MitveranstalterInnen gesucht
Die Arbeit für die Veranstaltungsreihe macht uns Spaß. Allerdings macht sie auch Arbeit. Wir würden uns freuen, wenn wir sowohl Arbeit als auch Spaß auf mehr Schultern verteilen können.
Bei Interesse an der Themenauswahl und Organisation der Reihe "Hochschule - Politik- Gesellschaft" einfach eine kurze Nachricht über die im Impressum genannte Kontaktadresse.
Demnächst veröffentlichen wir an dieser Stelle die Termine für das kommende Semester.
Gegenwart
"Arbeitswelten"
Dr. Serhat Karakayali:
VORTRAG: Geschichte der Lohnarbeit - Geschichte der Migration
Dienstag, 08.11.2011, 19 Uhr
Melanchthonianum, Hörsaal XXI, Universitätsplatz 8/9
In regelmäßigen Abständen erleben wir, dass Einwanderung und Einwanderer zum Gegenstand politischer Kampagnen werden. Warum ist das so? Handelt es sich dabei, wie oft argumentiert wird, um "Ablenkungsmanöver" politischer Eliten? Oder greift, in einer globalisierten Welt voller vermeintlich machtlos gewordener Nationalstaaten, eine Variante der Sündenbocktheorie und wieso ergreifen ausgerechnet Neoliberale Partei für die Sache der Migration? Zugleich ist offensichtlich, dass mit dem Terminus "Einwanderer" nicht jeder gemeint ist, der sich für längere Zeit außerhalb der Grenzen "seines" Herkunftlandes aufhält.
Mit Einwanderer/innen meinen wir in der Regel Leute, die Arbeit suchen und die nichts anderes besitzen als ihre Arbeitskraft. Migrant/innen bringen aber nicht nur ihre Arbeitskraft mit und konkurrieren damit auf dem Arbeitsmarkt mit Anderen. Genau wie die ersten Landbewohner/innen, die in die städtischen Fabriken kamen, bringen auch sie bestimmte Lebensweisen mit, die zum Gegenstand moralischer Paniken oder einer öffentlichen "Sorge" werden. Die Lebensführung derer "ganz unten" als Problem ist ein Phänomen, das die moderne Gesellschaft von Anbeginn begleitet.
Mit Einwanderer/innen meinen wir in der Regel Leute, die Arbeit suchen und die nichts anderes besitzen als ihre Arbeitskraft. Migrant/innen bringen aber nicht nur ihre Arbeitskraft mit und konkurrieren damit auf dem Arbeitsmarkt mit Anderen. Genau wie die ersten Landbewohner/innen, die in die städtischen Fabriken kamen, bringen auch sie bestimmte Lebensweisen mit, die zum Gegenstand moralischer Paniken oder einer öffentlichen "Sorge" werden. Die Lebensführung derer "ganz unten" als Problem ist ein Phänomen, das die moderne Gesellschaft von Anbeginn begleitet.
ad personam:
Dr. Serhat Karakayali ist Mitarbeiter am Institut für Soziologie der MLU Halle und promovierte zur Genealogie illegaler Migration in der Geschichte der Bundesrepublik. Er ist Mitglied der Forschungsgruppe Transit Migration und des Netzwerks Kritische Migrations-forschung.
Dr. Anke Burkhardt und Prof. Dr. Birgit Dräger:
PODIUMSDISKUSSION: Traumjob Wissenschaft? - Der Streit um Arbeitsbedingungen an den Hochschulen und ihre Auswirkungen auf Forschung, Lehre und die Beschäftigten
Mittwoch, 16.11.2011, 18 Uhr
Melanchthonianum, Hörsaal XXI, Universitätsplatz 8/9
Durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz wurde 2007 eine Maximaldauer für die befristete Beschäftigung an Hochschulen von jeweils 6 Jahren vor und nach der Promotion festgelegt. Seither beklagen Beschäftigte fehlende berufliche Perspektiven, immer kürzere Befristungen und die Zunahme von Teilzeitverträgen sowie negative Folgen für Forschung und Lehre aufgrund fehlender Kontinuität und beeinträchtigter Motivation der Betroffenen. Andererseits kommt eine im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitet Studie zu dem Ergebnis, das Gesetz sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen und habe sich bewährt.
Woher rühren die gegensätzlichen Beurteilungen – aus einer unterschiedlichen Einschätzung der Fakten oder doch aus verschiedenen Interessenslagen? Bedarf das Wissenschaftszeitver-tragsgesetz einer Überarbeitung oder sollte es besser ganz abgeschafft werden? Wäre eine tarifliche Regelung der Beschäftigungsverhältnisse (die von dem Gesetz ausdrücklich ausgeschlossen wird) sinnvoller?
Woher rühren die gegensätzlichen Beurteilungen – aus einer unterschiedlichen Einschätzung der Fakten oder doch aus verschiedenen Interessenslagen? Bedarf das Wissenschaftszeitver-tragsgesetz einer Überarbeitung oder sollte es besser ganz abgeschafft werden? Wäre eine tarifliche Regelung der Beschäftigungsverhältnisse (die von dem Gesetz ausdrücklich ausgeschlossen wird) sinnvoller?
ad personam:
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FILMABEND: Alles begann mit einem Streik...
Donnerstag, 01.12.2011, 18:30 Uhr
Melanchthonianum, Hörsaal XV, Universitätsplatz 8/9
Englische Näherinnen bestreikten 1969 das Fordwerk in Dagenham und sorgten für Stürme der Entrüstung nicht nur bei Ford, denn sie wollten nicht mehr aber auch nicht weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.
Zum Abschluss unserer Reihe Arbeitswelten in diesem Semester zeigen wir einen Film, der auch 41 Jahre nach dem ersten Gesetz zur gleichen Entlohnung von Männern und Frauen, dem britischen Equal Pay Act, leider nichts von seiner Aktualität verloren hat. Der Gender Pay Gap betrug im Jahr 2010 23%. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, wie die Arbeiterinnen des Fordwerks im Londoner Vorort Dagenham ihren legendären Protest organisierten.
Die britische Komödie aus dem Jahr 2010 war u.a. für den besten Film bei den British Academy Film Awards nominiert.
Zum Abschluss unserer Reihe Arbeitswelten in diesem Semester zeigen wir einen Film, der auch 41 Jahre nach dem ersten Gesetz zur gleichen Entlohnung von Männern und Frauen, dem britischen Equal Pay Act, leider nichts von seiner Aktualität verloren hat. Der Gender Pay Gap betrug im Jahr 2010 23%. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, wie die Arbeiterinnen des Fordwerks im Londoner Vorort Dagenham ihren legendären Protest organisierten.
Die britische Komödie aus dem Jahr 2010 war u.a. für den besten Film bei den British Academy Film Awards nominiert.
ad personam: